Hunger, Folter, Zwangsarbeit – Das Strafgefangenenlager Neuoffingen im Zweiten Weltkrieg


Nicht allen ist bekannt, dass es in der Nähe des Bahnhofs Neuoffingen während des Zweiten Weltkriegs ein Barackenlager für Strafgefangene gab. Dort wurden Männer verschiedener Nationalitäten interniert, die zur Zwangsarbeit verurteilt waren. Bei Hitze und Kälte mussten sie die Gleisanlagen der Umgebung mit einfachsten Werkzeugen ausbessern. Ständiger Hunger gehörte dabei genauso zum Lageralltag wie die Schikane und Gewalt der Wachmannschaft.
Nur ganz wenige Personen nahmen dieses Unrecht nicht hin. Zu ihnen gehörte der Offinger Pfarrer Otto Portenlänger, der die Feier der Heiligen Messe im Lager durchsetzen konnte. Die Gundelfingerin Anna Stadler, andererseits, versorgte die 80 Gefangenen immer wieder heimlich mit Nahrungsmitteln, wobei ihr ihre Willensstärke und List zugutekamen.

Andreas Rau kommt aus Mindelaltheim und promoviert an der Universität Augsburg. Bei Recherchen während seines Geschichtsstudiums stieß er auf das Lager Neuoffingen.

1 Abend, 23.11.2018
Freitag, 19:00 - 20:30 Uhr
1 Termin(e)
Andreas Rau, Mindelaltheim
V951
Eintritt:
4,00
ermäßigt 3,00 €

Karten an der Abendkasse