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Demokratien in Ungarn und Polen: Umbau oder Rückbau?


Die in Ungarn und Polen seit 2010 bzw. 2015 vorgenommenen Staatsreformen haben zu erheblichen Kontroversen in diesen Ländern und in der Europäischen Union geführt. Während die Regierungsparteien in Budapest und Warschau die entsprechenden Maßnahmen als wichtige Schritte zur Verbesserung von Demokratie, Verwaltung und Justiz betrachten, sehen Kritiker darin einen Angriff auf Rechtsstaatlichkeit und die Demontage westlicher Demokratie. Im Vortrag soll es um eine Einschätzung des aktuellen Zustands der Demokratie in Ungarn und Polen gehen. Hierbei werden zunächst die breiteren weltanschaulichen Kontexte des jeweiligen Regierungslagers beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf das vorherrschende Demokratieverständnis eingegangen, bei dem das Mehrheitsprinzip und eine klare Tendenz zur antagonisierenden Lagerbildung eine große Rolle spielen. Danach werden zentrale Reformschritte im Bereich des politisch-administrativen Systems dargestellt. Nach einer kurzen Reflexion über die Rolle der Europäischen Union wird der Versuch unternommen, die Demokratie- und Staatspraxis in beiden Ländern zusammenfassend zu qualifizieren.

Referent: Dr. sc. pol. Kai-Olaf Lang, Forschungsgruppe EU/Europa, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin


1 Abend, 25.04.2018
Mittwoch, 19:00 - 20:30 Uhr
1 Termin(e)
vhs-Begleitung
V006
Haus der Bildung, Bgm.-Landmann-Pl. 2, 89312 Günzburg, Seminarraum 009 "VR Banken", EG
Preis:
9,00

Preis ermäßigt:
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